Oliver Zwarg

Vita

Der viel gefragte Bassbariton stammt aus Norddeutschland und studierte an der Opernschule in Stuttgart bei Carl Davis und Julia Hamari. Seine Gesangsstudien führten ihn außerdem zu Rudolf Piernay. Sein Bühnendebüt hatte er 1997 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als Nanni in »L’infedeltà delusa«. Festengagements führten ihn 1999 an das Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und 2001 ins Ensemble der Staatsoper Hannover. Heute ist Oliver Zwarg freischaffend tätig und gastiert in Deutschland u. a. an der Staatsoper Unter den Linden Berlin,
Komischen Oper Berlin, Bayerischen Staatsoper, Staatsoper Stuttgart, Semperoper Dresden sowie bei den Wiener Festwochen, Salzburger Festspielen, Osterfestspielen Salzburg, im Concertgebouw Amsterdam, beim Edinburgh Festival, beim Lucerne Festival und an den Opernhäusern von Barcelona, Kopenhagen, Liège, Lille, Madrid, Riga, Strasbourg, Toulouse und Bordeaux. In dieser Zeit hat er u. a. mit Regisseuren wie Calixto Bieito, Stefan Herheim, Peter Konwitschny und Jossi Wieler zusammengearbeitet.

Zentrale Rollen seines Opernrepertoires sind Jochanaan, Barak, Orest und Musiklehrer (Strauss-Opern), Telramund, Kurwenal, Amfortas und Klingsor, Holländer, Hans Sachs (Wagner-Opern), Wotan und Alberich in »Der Ring des Nibelungen«, Alban Bergs Wozzeck, die Bassbaritonrollen in Opern von Leoš Janáček sowie Leporello und Papageno. Im italienischen Fach gehören Scarpia (»Tosca«), Jago (»Otello«) und Amonasro (»Aida«) zu seinem Repertoire. Großen Erfolg feierte er auch als Golaud in »Pelléas et Melisande«.

Oliver Zwarg verfügt über ein von der Renaissance bis zur Moderne reichendes Konzertrepertoire. Er arbeitete bislang u. a. mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester und dem Orchestre National du Capitole Toulouse. Bei cpo erschien Schrekers »Der Schmied von Gent« mit Oliver Zwarg in der Titelrolle, beim Oehms Classic im Februar 2014 Glucks »Iphigenia in Aulis« mit Zwarg als Agamemnon.

An der Oper Köln erlebte man ihn u. a. mit seinem erfolgreichen Debüt als Alberich in Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« – eine Partie, die er auch beim Shanghai-Gastspiel der Oper Köln 2010 verkörperte –, außerdem als Fritz Kothner in »Die Meistersinger von Nürnberg«, Scarpia in »Tosca«, Herzog Adorno in Schrekers »Die Gezeichneten«, Kaspar in der »Der Freischütz«, Sprecher in »Die Zauberflöte«, Der König in Orffs »Die Kluge«, Frank in »Die Fledermaus« und Feldprediger Eisenhardt in Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten«. In der Saison 2018.19 war er an der Oper Köln erneut als Gilles de Rais in »Jeanne d’Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna« sowie mit seinem Rollendebüt als Frank Maurrant in Kurt Weills »Street Scene« zu erleben. Zuletzt gab er hier – als Rollendebüt – den Stierkämpfer Escamillo in Bizets »Carmen«. In der Saison 2021.22 kehrt er als Sprecher / 1. Priester (»Die Zauberflöte«) sowie als Pontius Pilatus / Dr. Strawinsky in York Höllers »Der Meister und Margarita« an die Oper Köln zurück.

 

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