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Porträt von Lucas Singer. Der Bass lächelt direkt in die Kamera und stützt die verschränkten Arme auf die Rückenlehne eines hellen Holzstuhls. Er trägt ein hellgraues Sakko über einem hellblauen Shirt. Sein dunkles Haar ist kurz geschnitten, dazu trägt er einen gepflegten Vollbart. Der Hintergrund ist hellblau und schlicht gehalten.

vita

Seit vielen Jahren gehört der Bass Lucas Singer zum festen Ensemble der Oper Köln, an der er sich in den letzten Spielzeiten ein breites Repertoire erarbeiten konnte. So war er hier u. a. als Sarastro in „Die Zauberflöte“, Eremit in „Der Freischütz“, Publio in „La clemenza di Tito“, Zuniga in „Carmen“, Biterolf in „Tannhäuser“, Masetto in „Don Giovanni“, Timur in „Turandot“, Pistola in „Falstaff“ und als Tod / Lautsprecher in Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ zu erleben. Weitere Partien übernahm er u. a. in „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmermann, in „Peter Grimes“ von Benjamin Britten, in Orffs „Die Kluge“ und in Beethovens „Fidelio“.

Begonnen hat Lucas Singer seine Karriere im Internationalen Opernstudio der Oper Köln. In der Spielzeit 14/15 wechselte er ins feste Ensemble der Oper Köln.

In den letzten Jahren folgten erfolgreiche Debüts am Staatstheater Karlsruhe, dem Nationaltheater Mannheim, der Oper Kiel, dem Landestheater Coburg, dem Theater Basel und an der Komischen Oper Berlin.

Neben seinen Bühnenverpflichtungen geht Lucas Singer einer regen Konzerttätigkeit nach, wie Aufnahmen beispielsweise von J. S. Bachs h-Moll-Messe beim Label Spektral und geistlichen Werken von Otto Nicolai im Carus-Verlag dokumentieren. Sein Repertoire reicht dabei von den Vokalwerken der Renaissance bis hin zu den großen romantischen Oratorien. Konzertreisen und Gastspiele führten den Bassisten bis in die USA und nach Mittelamerika. Aber auch das Kunstlied liegt dem Bassisten sehr am Herzen, und so ist er immer wieder mit unterschiedlichen Programmen zu erleben, die sich speziell dieser Gattung widmen.

An der Oper Köln gestaltete er u. a. die Partie des Sarastro in Mozarts „Die Zauberflöte“, Wagner in Gounods „Faust“, die Doppelrolle Adler/Stimme des Zeus in Braunfels’ „Die Vögel“, Fafner in „Das Rheingold für Jung und Alt“, Zuniga in „Carmen“, Der Bauer in „Die Kluge“, Osmin in „Die Entführung aus dem Serail“, in York Höllers „Der Meister und Margarita“ die Rollen Chefredakteur Berlioz / Archibald Archibaldowitsch und Panthée in „Les Troyens“.

Weitere Rollen in Köln waren u. a. Daland in „Der fliegende Holländer“, Don Alfonso in „Così fan tutte“, Swallow in „Peter Grimes“, Angelotti in „Tosca“, Tom in „Un ballo in maschera“, Benoit/Alcindoro in „La Bohème“, Pfleger des Orest in „Elektra“, Oberpriester des Baal in „Nabucco“, Zuniga in „Carmen“, die Bassrollen in der Uraufführung „Die letzten Tage der Menschheit“, Ernst in der Kinderoper „Die Bremer Stadtmusikanten“ und Sarastro in „Die Zauberflöte für Jung und Alt“.

An der Oper Leipzig gastierte er als Swallow in „Peter Grimes“, am Konzerthaus Dortmund als Amtmann in „Werther“ und bei den Bayreuther Festspielen 2024 als Daland in der Kinderoper „Der fliegende Holländer“. Als Obrist in Zimmermanns „Die Soldaten“ war er in einer Produktion von Calixto Bieito in der Kölner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg und der Philharmonie de Paris zu erleben. Am Saarländischen Staatstheater war er als Timur in „Turandot“ zu Gast.

In der Spielzeit 25/26 sang er Fafner in „Das Rheingold“, Bartolo in „Le nozze di Figaro“, Timur in „Turandot“ und Maeldictus Made in der Kinderoper „Der Wunschpunsch“ von Elisabeth Naske. Außerdem sang er mit dem Kammerorchester des Gürzenich-Orchesters in einem Programm barocker Komponisten.

In der Spielzeit 26/27 wird er als Ein Polizeikommissar / Notar in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“, der Eröffnungsproduktion zur Rückkehr der Oper Köln an den Offenbachplatz, zu sehen sein. Außerdem verkörpert er Crespel in Stefan Herheims Produktion von Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Fafner in Richard Wagners „Siegfried“, dem neuen Kölner Ring-Konzept von Paul-Georg Dittrich, und Micha in „Die verkaufte Braut“ in der Inszenierung von Laurent Pelly, die in Kooperation mit dem Teatro Real, der Opéra national de Lyon und dem Théâtre Royal de La Monnaie produziert wird. Darüber hinaus singt er Sarastro in Michael Hampes märchenhafter Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“, Seneca in Ted Huffmans hochgelobter Inszenierung von Claudio Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ sowie Sparafucile in Giuseppe Verdis „Rigoletto“.

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