Kalender

März

MO DI MI DO FR SA SO
01 02 03
StaatenHaus Saal 2 / 17:00 - 17:30
Whoosh
StaatenHaus Saal 3 / 18:00 - 19:10
The Musician
StaatenHaus Saal 3 / 19:15 - 19:45
Plausch
04
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:15
Luisa Miller
05
StaatenHaus Saal 3 / 15:00 - 16:10
The Musician
06 07 08
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:15
Luisa Miller
09
StaatenHaus Saal 2 / 20:00 - 22:30
Lit. Cologne
10
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:40
The Musician
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Luisa Miller
11
StaatenHaus Saal 2 / 14:15 - 14:45
Whoosh
StaatenHaus Saal 3 / 15:00 - 16:10
The Musician
StaatenHaus Saal 3 / 16:15 - 16:45
Plausch
12
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:40
The Musician
StaatenHaus Saal 2 / 16:00 - 19:00
Luisa Miller
13 14
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:40
The Musician
15
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:40
The Musician
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Luisa Miller
16
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:40
The Musician
17
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Luisa Miller
18
StaatenHaus Saal 3 / 15:00 - 16:10
The Musician
19
StaatenHaus Saal 3 / 15:00 - 16:10
The Musician
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Luisa Miller
20 21 22 23
StaatenHaus / 18:00 - 20:30
Soiree mit öffentlicher Probe
24
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Luisa Miller
25 26
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Luisa Miller
27 28 29 30
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Luisa Miller
31

Herzlich Willkommen!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum,

wir möchten Sie sehr herzlich zu unserer zweiten gemeinsamen Spielzeit an der Oper Köln begrüßen! Mit Produktionen wie „Les Troyens“, „Miranda“, „Der Zwerg/Petruschka“ und „La Cenerentola“ konnten wir bis zum Jahreswechsel 2022.23 nicht nur eine ganze Bandbreite an Opernstilen und -formen präsentieren, wir kamen auch viel mit Ihnen, liebes Publikum, ins Gespräch und konnten Ihre Eindrücke und Impulse aufnehmen, die für unsere Arbeit so wichtig sind. Viele neue Gesangs- solist*innen, Dirigenten, Regisseur*innen durften wir Ihnen vorstellen und vor allem unseren wunderbaren Chor, unser eigenes Kölner Ensemble sowie die Mitglieder des Opernstudios strahlen lassen. Das ist Oper – immer wieder neu, immer wieder aufregend, und immer ein großes Vergnügen. Zusammen sind wir auf einem guten Weg! Denn unser Blick geht nicht zurück, sondern selbstverständlich nach vorne. In der Spielzeit 2023.24 erwarten uns große Werke des Repertoires und sage und schreibe zwei repräsentative Uraufführungen. Was uns in diesen Zeiten vielleicht am meisten beschäftigt, ist die Frage, wie sich verantwortliches Handeln in Bezug auf die Gesellschaft, auf die Umwelt, auf die Zukunft gestaltet. Dabei kommt es auf die Entscheidung jedes einzelnen Menschen an. Schon der Urmythos der Oper, die Geschichte des Sängers Orpheus, ist die einer Entscheidung unter vielen Faktoren und Empfindungen. Soll er sich auf dem Weg aus der Unterwelt nach Eurydike umdrehen oder nicht? Was passiert im einen oder im anderen Fall? Die Entscheidung, die Orpheus zu treffen hat, ist existentiell und unumkehrbar, aber treffen muss er sie.

So ziehen sich Figuren durch die Werke, die vor weitreichenden Entscheidungen stehen, im Großen wie im Kleinen. Wie sie damit ringen, bestehen oder scheitern, davon wird in den Opern erzählt. Die Figur der Kaiserin in Richard Strauss' „Die Frau ohne Schatten“ steht vor einer schweren Entscheidung, bei der sie Verantwortung für die ihr nahestehenden Menschen trägt und bei der sich die scheinbar einfachste Lösung als Verführung zum Leichtsinn erweist. Die Kaiserin besteht diese Prüfung und wird ihrer Rolle gerecht. Der Titelheld in Wolfgang Amadeus Mozarts „Idomeneo“ hat dem Gott Poseidon ein Opfer versprochen, das er aber nicht darbringen kann. Vor der Entscheidung zu fliehen, ist nicht möglich. Er muss sich den Konsequenzen stellen. Die Protagonist*innen in der Uraufführung „The Strangers“ von Frank Pesci haben sich entschieden, ein freies Leben zu führen und kämpfen dafür, selbst dann, als es nahezu aussichtslos erscheint. Der Uraufführung „INES“ von Ondřej Adámek liegt wiederum der Orpheus-Mythos zugrunde: Eine Katastrophe trennt zwei Liebende voneinander und wirft sie in unterschiedliche Welten, deren Grenzen unüberwindlich erscheinen. Riccardo in Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ ringt mit einer Liebe, die mit seiner Rolle unvereinbar ist. Obwohl vorgewarnt, entscheidet er sich am Ende für die fatale Liebe. In „L’ elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti ist es ein langer und vergnüglicher Prozess, bis Adina erkennt, was Liebe wirklich heißt, und für wen sie sich entscheiden sollte. Und Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ führt uns schließlich in eine zweifelhafte Welt, in der jegliche Vernunft und Moral aufgehoben ist. Da ist es dann doch beruhigend, dass in Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ die Entscheidung zwischen Geld oder Liebe sich ganz leicht lösen lässt: Es gibt einfach beides auf einmal!

Die Kinderoper Köln setzt ihren erfolgreichen Weg fort und zeigt mit „Die Bremer Stadtmusikanten“ von Attila Kadri Şendil einen alten Märchenstoff aus neuer Perspektive und mit „Romeo und Julia“ von Boris Blacher eine Oper über den Mythos der Liebe, die alle Hindernisse zu überwinden sucht. Bei „Cäcilia Wolkenburg“ heißt es in diesem Jahr mitfiebern bei „Zillche en Jefahr“. Das verspricht Spannung und beste Unterhaltung zu Karneval. Wir sind voller Tatendrang für die kommende Spielzeit, und freuen uns darauf, mit Ihnen, liebes Publikum, große und erfüllende Opernabende zu erleben.

Und natürlich gibt es wieder repräsentative Tanzgastspiele großer, internationaler Kompanien; außerdem Wiederaufnahmen beliebter Repertoirestücke wie Giacomo Puccinis „Tosca“, „Peter Grimes“ von Benjamin Britten, Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ zu Weihnachten, „Così fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Charles Gounods „Faust“. Wir sind voller Tatendrang für die kommende Spielzeit, und freuen uns darauf, mit Ihnen, liebes Publikum, große und erfüllende Opernabende zu erleben.