Komödie für Musik
Dichtung von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Beschreibung
Ins Schlafzimmer einer Fürstin und mitten hinein in die intime Unterhaltung mit ihrem jugendlichen Liebhaber führt die Oper DER ROSENKAVALIER. Nach der antiken Tragödie ELEKTRA schwebte Richard Strauss und dem Dichter Hugo von Hofmannsthal etwas ganz Neues vor: eine Komödie für Musik. Heiter, leicht und elegant, versöhnlich, aber dennoch tief in der Empfindung und den Gedanken – und natürlich österreichisch burlesk und zugleich melancholisch abgeklärt. So erschufen die Autoren die berühmte Figur der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg, die nicht umsonst den Vornamen Marie-Therèse trägt, und übertrugen ihr die beherrschende Rolle in der 1911 uraufgeführten Oper DER ROSENKAVALIER.
Allein die Feldmarschallin weiß, dass alles der Zeit und der Vergänglichkeit unterliegt. „Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen“. Weder Octavian, der bald schon verflossene Liebhaber, kann diesen Gedanken folgen, noch der ungehobelte Vetter Baron Ochs, dessen skrupellose Anbahnung einer Heirat mit der jungen Sophie die Feldmarschallin souverän durch Intrige verhindert. Zu deren Protagonisten macht sie Octavian, der nicht nur als Rosenkavalier den zeremoniellen Heiratsantrag an Sophie überbringt, sondern auch als Zofe Mariandl dem Baron ordentlich den Kopf verdreht. Da Strauss den Octavian als „Hosenrolle“ für Mezzosopran geschrieben hat, erleben wir eine Frau, die einen Mann spielt, der eine Frau spielt.
Ganz ausdrücklich nehmen Strauss und Hofmannsthal hier auf Mozarts LE NOZZE DI FIGARO Bezug und entfalten am Beginn des 20. Jahrhunderts ein beeindruckendes Lebens- und Seelenpanorama in einem imaginierten 18. Jahrhundert, mit Kunstsprache und berückenden Klangeffekten aus der meisterhaften Strauss’schen Moderne. Sogar die Walzer passen perfekt, obwohl sie gar nicht in die geschilderte Zeit gehören. So verschieben sich die Zeitebenen in dieser wie verzauberten Oper, die davon erzählt, dass sich zwar nichts festhalten, aber möglicherweise alles zum Guten lenken lässt.
Die musikalische Leitung der großen Eröffnungsproduktion im Opernhaus übernimmt Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada. Erstmals in Köln inszeniert die prominente französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole, die international sowohl Filme als auch Opern inszeniert und einen frischen Blick auf Strauss’ und Hofmannsthals berühmtes Meisterwerk wirft.
mitwirkende
*Die tagesaktuelle Besetzung entnehmen Sie bitte den jeweiligen Terminen
besetzung
Termine und Tickets
September 2026
Premiere
Zum Abo-Vorverkauf geht es hier. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 4. Mai 2026.
Oktober 2026
Zum Abo-Vorverkauf geht es hier. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 4. Mai 2026.
Zum Abo-Vorverkauf geht es hier. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 4. Mai 2026.
Und in dem ‚Wie‘, da liegt der ganze Unterschied.