Marie-Ève Signeyrole
Vita
Marie-Ève Signeyrole ist eine französische Regisseurin und Autorin, deren Operninszenierungen international große Anerkennung gefunden haben. Von „Le Figaro“ als „atemberaubend“ gefeiert und von „Olyrix“ als „erlebnisreich, an der Grenze zwischen Oper, Theater und Performance“ beschrieben, wurde ihre Arbeit 2024 bei den International Opera Awards mit einer Nominierung in der Kategorie „Beste Regie“ gewürdigt.
Zu den Höhepunkten der Spielzeit 25/26 zählen „Der fliegende Holländer“ an der Opéra de Rouen in einer Koproduktion mit der Opéra de Nancy sowie „Così fan tutte“ am Staatstheater Wiesbaden, entstanden in Zusammenarbeit mit der Opéra de Lyon – eine von der Kritik hochgelobte Produktion.
Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören bedeutende Inszenierungen wie „Macbeth“ an der Deutschen Oper Berlin, „Médée“ von Cherubini an der Opéra Comique sowie „Così fan tutte“ an der Opéra de Lyon. Außerdem brachte sie Bernard Foccroulles „Cassandra“ an der Staatsoper Berlin erneut auf die Bühne, nachdem das Werk an La Monnaie in Brüssel uraufgeführt worden war. Sie inszenierte „Roméo et Juliette“ und „Belshazzar“ am Theater an der Wien und leitete die Uraufführung von „Négar“ von Keyvan Chemirani an der Deutsche Oper Berlin, basierend auf einem Libretto, das sie gemeinsam mit Sonia Hossein-Pour verfasste.
Weitere jüngste Produktionen umfassen „Turandot“ an der Semperoper Dresden, „L’infedeltà delusa“ an der Bayerischen Staatsoper, „Frédégonde“ am Theater Dortmund, „Rigoletto“ an der Opéra national de Montpellier sowie eine Trilogie bedeutender Produktionen – „Norma“, „Samson et Dalila“ und „Don Giovanni“ – an der Opéra national du Rhin.
Darüber hinaus inszenierte sie Berlioz’ „La Damnation de Faust“ am Staatstheater Hannover, was ihr 2019 eine Nominierung für den German Faust Prize einbrachte. Außerdem realisierte sie „Nabucco“ für die Opéra de Lille und die Opéra de Dijon, „Ronja Räubertochter“ an der Oper Zürich sowie „Carmen“ an der Lettischen Nationaloper in Riga. An der Opéra national de Montpellier präsentierte sie Doppelabende mit „Il Tabarro“ und „Palais Royal“ sowie „La notte di un nevrastenico“ zusammen mit Gianni Schicchi. Weitere Arbeiten umfassen „Owen Wingrave“ an der Opéra national de Lorraine, Wolf-Ferraris „Cinderella“ an der Opéra national du Rhin sowie „Eugene Onegin“ an den Opernhäusern von Limoges und Montpellier.
2015 realisierte sie beim Festival d’Aix-en-Provence unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle die Uraufführung von Jonathan Doves „Le Monstre du labyrinthe“. Die Produktion wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und anschließend unter anderem an der Opéra de Lille, der Philharmonie de Paris, der Gulbenkian Foundation und der Opéra national de Montpellier wiederaufgenommen.
Parallel zu ihrer Arbeit an Opernhäusern entwickelt Marie-Ève Signeyrole eigene musikalische Projekte, die die Grenzen zwischen Disziplinen aufbrechen und das Publikum aktiv einbeziehen. Dazu zählen „Sex’y“, eine partizipative Performance an der Opéra national de Paris, „La Soupe Pop“, ein sozial engagiertes Projekt an der Opéra national de Montpellier, sowie „Baby Doll“, eine sinfonische Zusammenarbeit mit dem Yom Quartett, präsentiert an der Opéra de Lyon, der Deutsche Oper Berlin, der Gulbenkian Foundation und der Philharmonie de Paris.
Sie ist die Schöpferin von „14+18“, einem Musikstück, das für die Opéra national de Paris im Rahmen des Bildungsprogramms „Zehn Monate Schule und Oper“ in Zusammenarbeit mit den Opernhäusern von Nancy, Montpellier und Limoges entwickelt wurde. Außerdem war sie Stipendiatin der Académie Européenne de Musique des Festivals d’Aix-en-Provence, wo sie sowohl als Autorin als auch als Regisseurin tätig war.
Marie-Ève Signeyrole studierte moderne Literatur an der Sorbonne und besitzt einen Masterabschluss in Film vom Institut international de l’image et du son. Seit Beginn ihrer Karriere ist sie sowohl im Film als auch auf Theater- und Opernbühnen tätig. Als Filmemacherin arbeitete sie als künstlerische Leiterin und Regisseurin für Ellios Production und realisierte 2009 ihren zweiten Film „Alice au pays s’émerveille“ mit Emir Kusturica in der Hauptrolle.
An der Oper Köln eröffnet sie mit ihrer Inszenierung „Der Rosenkavalier“ die Spielzeit 26/27 der neuen Kölner Opern-Ära zurück am Offenbachplatz.
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September 2026
Premiere