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Jens Kilian lächelt in die Kamera. Er hat mittellanges, graubraunes Haar und trägt einen schwarz-grau gestreiften Pullover. Der unscharfe Hintergrund ist in warmes Licht getaucht.

vita

Der in Dresden geborene Bühnenbildner Jens Kilian absolvierte nach seinem Abitur in Potsdam von 1977 bis 1979 ein Volontariat für Filmszenenbild beim DEFA-Studio für Spielfilme. Im Anschluss studierte er Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war danach als Szenenbildner bei der DEFA Babelsberg tätig.

Von 1985 bis 1990 arbeitete er als Bühnenbildassistent an der Deutschen Oper Berlin, bevor er von 1990 bis 1992 als Ausstattungsleiter an den Bühnen der Stadt Köln wirkte. Seitdem ist Jens Kilian als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Oper, Schauspiel und Tanz tätig.

Seine Engagements führten ihn an zahlreiche bedeutende Theater- und Opernhäuser, darunter das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, die Münchner Kammerspiele, das Wiener Burgtheater, die Bad Hersfelder Festspiele sowie die Opernhäuser in Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und Malmö. Dabei arbeitete er mit vielen renommierten Regisseur*innen zusammen, darunter Dimiter Gotscheff, Christof Nel, Karin Beier, Thirza Bruncken, Jossi Wieler, Joachim Schloemer, Dieter Wedel, Martin Kušej, Johan Simons, Karin Henkel, Vera Nemirova, Felix Breisach und Eva Maria Höckmayr.

Zu seinen bedeutenden Ausstattungsarbeiten zählen u. a. „Le nozze di Figaro“ am Theater an der Wien, „Vasco da Gama“ (L’Africaine) an der Deutschen Oper Berlin, „Les Troyens“ an der Oper Frankfurt, „Die Walküre“ bei den Salzburger Osterfestspielen, „Der Anschlag“ bei den Bad Hersfelder Festspielen und „Don Pasquale“ an der Oper Stuttgart.

Eine kontinuierliche und langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Gil Mehmert. Für ihn entwarf Kilian u. a. die Bühnenbilder für „Die Fledermaus“ am Aalto-Musiktheater Essen, „Le nozze di Figaro“ an der Oper Leipzig, „Hair“ am Gärtnerplatztheater München sowie für „West Side Story“, „Jekyll & Hyde“, „La Bohème“, „RENT“ und „Sweeney Todd“ an der Oper Dortmund.

Für das Bühnenbild der Großproduktion „Das Wunder von Bern“ wurde er 2015 von der Deutschen Musical Akademie mit dem Preis für das beste Bühnenbild ausgezeichnet.

Zur Eröffnung der Kinderoper in der Spielzeit 26/27 entwirft Jens Kilian das Bühnen- und Kostümbild zur Uraufführung „Der König verschenkt was“.

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