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Pünktchen und Anton
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30
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Erich Wolfgang Korngold

Die tote Stadt

anlässlich der Uraufführung am 4. Dezember 1920 am
Stadttheater Köln (Habsburgerring) und am Stadttheater Hamburg
Oper in drei Bildern
frei nach Georges Rodenbachs Roman »Bruges-la-morte« (»Das tote Brügge«)
Musik von Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)
in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Fr /
Dez 20
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 – 22:30 / Premiere
Ticketreservierung Vorverkauf/Verbindliche Reservierung nehmen wir für Vorstellungen bis Ende 2020 gerne entgegen. Weitere Informationen

Inhalt

Es ist ein besonderes Jubiläum, auf das sich hinzuweisen lohnt: Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung im Kölner Opernhaus am Habsburgerring wird die Neuproduktion von Erich Wolfgang Korngolds Oper »Die tote Stadt«, einem der faszinierendsten Bühnenwerke des vergangenen Jahrhunderts, im StaatenHaus Premiere haben.

Die Handlung spielt in Brügge – als Synonym einer Stadt, die von der Erinnerung an die Vergangenheit lebt. Der Witwer Paul kultiviert in einem ›Tempel der Erinnerungen‹ das Gedenken an seine jung verstorbene Frau Marie. Durch die Begegnung mit der Tänzerin Marietta – die Marie äußerlich zwar verblüffend gleicht, wesensmäßig jedoch ganz und gar nicht – gerät dieses nekrophile Arrangement in eine Schieflage. Realität und Vision sind für Paul nicht mehr zu trennen. Fehlgeleitete Projektion und Wunschdenken bedingen Eifersucht und Hass. Schließlich steigert sich die emotional aufgereizte Auseinandersetzung zwischen Paul und der Tänzerin bis ins mörderische Extrem. Am Ende – so die läuternde, an psychoanalytische Erkenntnisse der Entstehungszeit angelehnte Auflösung des Geschehens – steht jedoch nicht der Tod, sondern das Bekenntnis zum Leben.

In Brünn als Sohn eines renommierten Musikkritikers geboren und in Wien aufgewachsen, durchlief Erich Wolfgang Korngold eine Entwicklung vom musikalischen ›Wunderkind‹ zu einem der meistgefeierten Komponisten seiner Generation. Als ihn die Uraufführung seiner – bis heute berühmtesten – Oper »Die tote Stadt«, die am 4. Dezember 1920 zeitgleich in Köln und Hamburg zum Bühnenleben erweckt wurde, ganz an die Spitze der damaligen Komponistenriege katapultierte, war er nicht älter als 23 Jahre. Anfang der 1930er-Jahre wirkte er als Professor an der Wiener Musikakademie. Das Exil in den USA führte für ihn ab 1935 zu einem Vertrag bei Warner Brothers und somit zu einer höchst erfolgreichen, von zwei Oscars gekrönten Karriere als Hollywood-Filmkomponist. Ab der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre widmete er sich wieder uneingeschränkt seiner symphonischen Tätigkeit, seinen Wohnsitz behielt er dabei bis zuletzt in Los Angeles.

Nachdem seine Erfolgsoper »Die tote Stadt«, mit ihrer ingeniösen Melodik und farbigen Instrumentation, einige Jahrzehnte lang außer Mode gekommen, als ›schwülstig‹ verkannt und schließlich in Vergessenheit geraten war, nimmt sie mittlerweile wieder eine prominente Position im gängigen Opernrepertoire ein. Auf der Kölner Opernbühne war sie seit über 20 Jahren nicht mehr zu sehen.

Gabriel Feltz, der Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund und Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker, der auch in Köln immer wieder große Opernabende (»Carmen«, »Rigoletto«, »Il prigioniero«/ »Ekklesiastische Aktion«, »La voix humaine«/»Herzog Blaubarts Burg«) verantwortete, steht bei dieser Jubiläums-Produktion am Pult.
Tatjana Gürbaca, eine der wichtigsten Regisseurinnen ihrer Generation, ist – nach Mozarts »Così fan tutte«, Hasses »Leucippo« und Walter Braunfels’ »Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna« – bereits zum vierten Mal mit einer Regiearbeit an der Oper Köln vertreten. Wie schon bei der bildgewaltigen Realisierung der Braunfels-Oper in der Saison 2015.16 im StaatenHaus, bei der sie ebenfalls Stefan Heyne (Bühne), Silke Willrett (Kostüme) und Andreas Grüter (Licht) an der Seite hatte, widmet sie sich im Falle von Korngolds legendärem Bühnenwerk erneut einem erfolgreichen Komponisten der Zwischenkriegszeit, dessen Leben und künstlerischer Weg von der Verfemung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten geprägt war.

Besetzung

Musikalische Leitung Gabriel Feltz / Inszenierung Tatjana Gürbaca / Bühne Stefan Heyne / Kostüme Silke Willrett / Licht Andreas Grüter / Chorleitung Rustam Samedov / Dramaturgie Georg Kehren /

Marietta, Tänzerin, auch Erscheinung Maries, Pauls verstorbene Gattin
Frank, Pauls Freund / Fritz, der Pierrot
Brigitta, Pauls Haushälterin
Juliette, Tänzerin
Lucienne, Tänzerin
Victorin, der Regisseur
Graf Albert

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