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Kain und Abel

Alessandro Scarlatti
Cain, overo Il primo omicidio
Oratorium in zwei Teilen
Libretto von Antonio Ottoboni
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine Produktion des Aalto Theater Essen
Termine und Tickets
Nahaufnahme eines jungen Mannes mit cineastischer Bildwirkung und warmer Lichtstimmung: Mit blondem, zerzaustem Haar und schmutzverschmierter Haut blickt er mit grün-blauen Augen intensiv nach vorn. Sein Ausdruck ist angespannt und innerlich aufgewühlt, die rechte Hand zur Faust geballt und nahe am Kinn. Er trägt ein weißes Langarmshirt. Die Szene evoziert die Figur des Kain aus Alessandro Scarlattis Oper Kain und Abel.
Abstraktes, stimmungsvolles Bild in warmen Braun- und Grüntönen: Weiche Farbverläufe und unscharfe Formen erinnern an Moos und Naturstrukturen und evozieren die Atmosphäre der Oper Kain und Abel von Alessandro Scarlatti.
Cain, overo Il primo omicidio
Oratorium in zwei Teilen
Libretto von Antonio Ottoboni
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine Produktion des Aalto Theater Essen
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Beschreibung

Es ist der erste Mord der Menschheitsgeschichte, doch wie wir wissen, nicht der letzte. Denn nach biblischer Überlieferung stammen wir alle von einem Mörder ab: Kain, dem ersten Menschen, der auf der Erde geboren wurde. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Abel wird er von seinen Eltern Adam und Eva gottesfürchtig erzogen, aber als eines Tages Abels rituelle Opfergaben vorgezogen werden, brechen sich düstere Triebe Bahn: Kain tötet Abel und fordert damit den Zorn Gottes heraus.

Die Geschichte aus der Genesis wirft zahlreiche Fragen auf, die die Menschheit seit jeher beschäftigen. Warum geht es mir nicht so gut wie den anderen? Warum werden andere scheinbar grundlos bevorzugt? Ist die Existenz des Bösen fest im Menschen verankert? Hat es gar eine geheime Funktion im Schöpfungsplan? Sind wir alle Teil eines göttlichen Experiments? Kann oder muss man einem Mörder vergeben? Ist Frieden überhaupt möglich, oder ist die Existenz von Gewalt der Menschheitsgeschichte unauslöschlich eingeschrieben?

Alessandro Scarlatti erhielt einen Großteil seiner musikalischen Ausbildung in Rom, dem Zentrum der Oratorienkomposition zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Zudem kam ihm die Zeit der „opera proibita“ zu Gute: Zwischen 1698 und 1710 waren in Rom Opernaufführungen verboten, und die Komponisten verbargen ihre Bühnenstücke hinter der Fassade von Oratorien, wodurch sich dieses Genre in eine immer dramatischer werdende Richtung entwickelte. Mit dieser Erfahrung im Gepäck kam Scarlatti 1706 nach Venedig, dem damaligen Opernzentrum. Dort entstand im darauffolgenden Jahr auch KAIN UND ABEL, eine packende Dramatisierung der biblischen Geschichte, die Scarlatti in virtuose Barockklänge kleidet.

Die Erfolgsinszenierung von Dietrich W. Hilsdorf, die 2020 am Aalto-Theater in Essen ihre Premiere feierte, legt den Fokus auf den existenziellen Kern der biblischen Urgeschichte. Hilsdorf zeigt den ersten Bruderkonflikt als zeitloses Menschheitsdrama, geprägt von Neid, Schuld und der verzweifelten Suche nach Anerkennung. Unter der Leitung von Rubén Dubrovsky entfaltet die Musik eine kraftvolle Intensität, die präzise und expressiv zugleich ist.

besetzung

Die tagesaktuelle Besetzung entnehmen Sie bitte den jeweiligen Terminen.

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