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Tomáš
Netopil

Kommende Produktionen
Porträt des Dirigenten Tomáš Netopil in schwarzer Kleidung. Er lehnt mit verschränkten Armen an einer hellen Wand und lächelt in die Kamera.

vita

Als inspirierende Kraft der tschechischen Musik setzt Tomáš Netopil seine Tätigkeit als Chefdirigent des FOK-Prager Symphonieorchesters fort – eine Zusammenarbeit, die weiterhin im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht. In der Spielzeit 26/27 leitet er das Orchester bei einer Vielzahl von Programmen und Projekten, darunter eine Japan-Tournee sowie mehrere Konzertwochen in Prag. Darüber hinaus kehrt er in dieser Spielzeit für „Die verkaufte Braut“ an die Oper Köln zurück, dirigiert das San Francisco Symphony, das Fort Worth Symphony Orchestra, das Orchestre National de Lyon und die Auckland Philharmonia und tritt beim Janáček Brno Festival mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowohl in einem sinfonischen Doppelprogramm als auch mit Aufführungen von „Das schlaue Füchslein“ auf. Netopil ist für die Authentizität und Vitalität bekannt, mit der er das tschechische Repertoire interpretiert, und verbindet weiterhin eine herausragende Opernkarriere mit einer umfassenden internationalen Konzerttätigkeit.

Von 2018 bis 2024 war Netopil Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie. Die enge Zusammenarbeit wurde mit im Fernsehen übertragenen Neujahrskonzerten und Auftritten bei den Festivals in Litomyšl und beim Kissinger Sommer fortgesetzt. Von 2013 bis 2023 war er Generalmusikdirektor des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker, nachdem er von 2008 bis 2012 als Musikdirektor des Prager Nationaltheaters tätig gewesen war. In den vergangenen Spielzeiten leitete er Produktionen an der Genfer Oper („La clemenza di Tito“), der Berliner Staatsoper („Madama Butterfly“), der Lyric Opera of Chicago („Salome“), dem New National Theatre Tokyo („Die Zauberflöte“), dem Prager Nationaltheater („Rusalka“) und der Deutschen Oper Berlin („Die Zauberflöte“). Er trat mit Orchestern wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Maggio Musicale Fiorentino, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, den Osloer Philharmonikern, dem Antwerp Symphony Orchestra, der Hong Kong Sinfonietta und dem Sydney Symphony Orchestra auf und pflegt regelmäßige Beziehungen zum Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo und zum Orchestre National des Pays de la Loire. In Nordamerika eröffnete er die Spielzeit 25/26 mit dem Orchestre symphonique de Montréal.

Neben seiner sinfonischen Arbeit und seiner Tätigkeit im Opernbereich baut Netopil sein Engagement im Bereich der historischen Aufführungspraxis kontinuierlich aus. Er arbeitet regelmäßig mit Concentus Musicus Wien und Collegium 1704 zusammen und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble Silentium. Zu den gemeinsamen Projekten in der Spielzeit 25/26 gehörten Aufführungen bislang ungehörter Barockmusik aus den Archiven von Kroměříž sowie eine Produktion von Rameaus „Les Indes galantes“ beim Znojmo Festival. Netopil ist außerdem Gründer der Internationalen Sommermusikakademie in Kroměříž, die jungen Musikerinnen eine außergewöhnliche künstlerische Ausbildung und die Möglichkeit bietet, mit führenden internationalen Künstlerinnen zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2021 gründete die Akademie in Verbindung mit dem Dvořák Prague Festival die Dvořák Prague Youth Philharmonic, die Studierende von Konservatorien und Musikhochschulen unter der Anleitung von Stimmführer*innen der Tschechischen Philharmonie zusammenbringt.

Zu Netopils jüngsten Aufnahmen mit der Tschechischen Philharmonie gehören Richard Blackfords Cellokonzert mit Alisa Weilerstein sowie Dvořáks Legenden und Rhapsodien, die beide bei Pentatone erschienen sind. Seine Diskografie bei Supraphon umfasst Janáčeks Glagolitische Messe in der Originalfassung von 1927, Dvořáks Gesamtwerk für Violoncello, Martinůs „Ariane“ und Doppelkonzert sowie Smetanas Má vlast mit dem Prager Symphonieorchester. Während seiner Amtszeit in Essen entstanden u. a. Aufnahmen von Suks Asrael und Mahlers Sinfonien Nr. 2, 3, 6 und 9. Er studierte Violine und Dirigieren in seiner Heimat Tschechien sowie am Royal College of Music in Stockholm bei Professor Jorma Panula. Im Jahr 2002 gewann er den ersten Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti an der Alten Oper Frankfurt.

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