Richard Strauss

Elektra

Tragödie in einem Aufzug
Text von Hugo von Hofmannsthal
In deutscher Sprache mit Übertiteln

So /
Okt 24
StaatenHaus Saal 1 / 19:00 – 21:00 / Premiere / 20 € - 140 €
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Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn in Saal 3.

Inhalt

Unheil hängt über dem Herrscherhaus von Mykene. Seit Agamemnon von seiner Frau Klytämnestra getötet wurde, werden immer neue Opfer dargebracht. Aber es will sich kein Frieden einstellen, erst recht nicht für die Kinder. Orest ist verschollen, Chrysothemis wünscht sich eine eigene Familie, Elektra aber verfolgt nur einen einzigen Gedanken: Rache für den Vater. „Die Zeit ist sonderbar“, schrieb der Dichter Hugo von Hofmannsthal um 1900, „und sonderbare Kinder hat sie: uns!“. Er beobachtet „Menschen, die Brüche waren“, denen die Einheit verloren gegangen ist. Mit Irrationalität, Wahn und „geheimnisvoll erregbarer Natur“ beschreibt der Dichter poetisch, was Sigmund Freud bald psychoanalytisch als ein Zeichen der Zeit festhalten wird. Der Komponist Richard Strauss erlebte 1905 in Berlin Hofmannsthals „Elektra“ als modernes Antikendrama auf der Bühne und war fasziniert von der Expressivität der Sprache und der Figuren. Besonders interessierte ihn der Moment, an dem die Sprache ans Ende ihrer Möglichkeiten kommt, wenn Elektra in orgiastische Tänze des Triumphes verfällt. „Ob ich die Musik nicht höre? Sie kommt doch aus mir!“ ist der entscheidende Satz für Richard Strauss, der das Drama mit einer bis dahin nicht für möglich gehaltenen Musik bereichert, die bis heute ihresgleichen sucht. „Elektra“ (1909) besitzt das größte Orchester unter allen Opern von Strauss, die unerhörteste Tonsprache, die grellsten Kontraste und die wagemutigste Idee von Oper. Den drei Protagonistinnen Elektra, Chrysothemis und Klytämnestra gibt Strauss gewaltigen Raum, ihre elementare Triebenergie zu entfalten – gegen andere und gegen sich selbst, unter dem alles beherrschenden Motiv des Agamemnon. Erstmals in Köln arbeitet der renommierte Regisseur Roland Schwab, der unter anderem bei den Bayreuther Festspielen 2022 „Tristan und Isolde“ inszenierte.

Besetzung

Musikalische Leitung Felix Bender / Arne Willimczik / Inszenierung Roland Schwab / Bühne Piero Vinciguerra / Kostüme Gabriele Rupprecht / Licht Andreas Grüter / Chorleitung Rustam Samedov / Dramaturgie Stephan Steinmetz /

Elektra
Chrysothemis
Aegisth
Der Pfleger des Orest
Die Vertraute
Die Schleppträgerin
Ein junger Diener
Ein alter Diener
Die Aufseherin
3. Magd

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