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Written on Skin
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George Benjamin

Written on Skin

Opera in Three Parts
Text von Martin Crimp basierend auf »Guillem de Cabestanh –
Le Coeur Mangé« (anonymer Text aus dem 13. Jahrhundert)
Musik von George Benjamin (* 1960)
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Entfällt

Inhalt

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Die Oper »Written on Skin« von George Benjamin, 2012 beim Festival d’Aix-en-Provence uraufgeführt, geht in wesentlichen Teilen der Handlung auf eine mittelalterliche Sage aus der Provence zurück. Ihr Titel ruft eine Zeit in Erinnerung, in der es sich bei jedem Buch noch um eine höchst seltene, aus Pergament gefertigte Kostbarkeit handelte – im wahrsten Sinne des Wortes »auf Haut geschrieben«. Die Komposition George Benjamins lässt die HörerInnen jedoch keinen Moment darüber im Zweifel, dass es sich hier in keiner Weise um ein historisierendes Werk, sondern um eine kompositorisch und inhaltlich moderne Setzung handelt.

Als eine ›brennend heiße Geschichte in einem eiskalten Rahmen‹ bezeichnete denn auch der moderne Dramatiker Martin Crimp, auf dessen Text diese Oper zurückgeht, diese in eine textlich moderne Rahmenhandlung eingebettete Dreiecksgeschichte aus dem okzitanischen Mittelalter: Das fatale Beziehungskonstrukt zwischen einem mächtigen Großgrundbesitzer (Bassbariton), seiner jungen Ehefrau (Sopran) und ihrem androgynen Liebhaber, einem Buchillustrator (Countertenor), endet mit der Ermordung des Liebhabers durch den Ehemann und – nachdem sie, verleitet durch seinen Mörder, unabsichtlich vom Herz des Geliebten gekostet hat – mit dem freiwilligen Sturz der Frau in den Tod. Drei Engel, die als Repräsentanten der Neuzeit in Erscheinung treten, kommentieren – vergleichbar dem Chor des antiken Dramas – das grausame Geschehen aus kühler Distanz.

Sir George Benjamin, einer der führenden Komponisten unserer Zeit, erfuhr mit seinen Orchesterwerken bereits in jungen Jahren internationale Beachtung. In London geboren und aufgewachsen, studierte er schon als 16-Jähriger bei Olivier Messiaen in Paris sowie später am King’s College in Cambridge. Als 1980 sein Orchesterwerk »Ringed by the Flat Horizon« bei den BBC Proms uraufgeführt wurde, war er der jüngste Komponist, dem diese Ehre jemals zuteil wurde. Zwei Jahre später brachte die London Sinfonietta unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle sein Werk für Kammerorchester »At First Light« zur Uraufführung. Sein erstes Musiktheaterwerk, »Into the Little Hill«, auf einen Text von Martin Crimp, wurde 2006 beim Festival d’Automne in Paris uraufgeführt. Die Uraufführung von George Benjamins neuester Oper, »Lessons in Love and Violence«, bescherte dem Londoner Royal Opera House 2018 einen großen Erfolg. In der Saison 2018.19 war der Brite außerdem Composer in Residence der Stiftung Berliner Philharmoniker.

In »Written on Skin«, einem der beeindruckendsten Werke der zeitgenössischen Opernliteratur, lässt der Komponist deutlich werden, wie unmittelbares Erleben und relativierendes Erzählen, die Welt von innen und von außen, mit musikalischen Mitteln untrennbar ineinander fließen können. Mit François-Xavier Roth, dem Kölner Generalmusikdirektor, steht ein – was das sublime Ausloten unterschiedlicher ›Erlebnisschichten‹ oder das Ineinanderwirken von Vergangenheit und Jetztzeit betrifft – geradezu kongenialer ›musikalischer Grenzgänger‹ am Pult.

Besetzung

Musikalische Leitung François-Xavier Roth / Inszenierung Benjamin Lazar / Bühne & Kostüme Adeline Caron / Licht Nicol Hungsberg / Dramaturgie Georg Kehren /

The Protector
Angel 1 / The Boy
Angel 2 / Marie
Angel 3 / John
Viola da gamba

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