Antonín Dvořák

Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten
Libretto von Jaroslav Kvapil
Musik von Antonín Dvořák (1841 - 1904)
Wiederaufnahme

Sa /
Mär 22 Zu dieser Veranstaltung findet eine Begleitveranstaltung statt.
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 – 23:00 / Vorstellung / 12 € - 81 €

Inhalt

Die Geschichte einer versuchten Menschwerdung und einer Sehnsucht, die sich nicht einlöst: Die Nixe Rusalka verlangt danach, Menschengestalt anzunehmen, um dem geliebten Prinzen in sein Reich folgen zu können. Den Warnungen des Wassermanns zum Trotz möchte sie ihre Naturwelt verlassen und eine Seele erlangen. Dafür ist sie nicht nur dazu bereit, alles hinter sich zu lassen, sondern auch die ihr von der Hexe Ježibaba genannte Konsequenz zu tragen: In der Menschenwelt muss sie stumm bleiben. Damit beraubt sich das Wasserwesen Rusalka nicht nur seines eigentlichen Elements, sondern auch der Möglichkeit, sich dem Prinzen zu vermitteln. Dieser erlebt sie von da an als eine Fremde, ihre Umarmung erscheint ihm kalt, und schon bald erliegt er der Verführung einer anderen Frau. In Kontakt mit der ihm fremd gebliebenen Natur der Wassernixe treten kann der Prinz nur im Moment seines Sterbens – durch den Todeskuss Rusalkas, mit dem sie ihn in die Wassertiefen zieht, um selbst als einsames Irrlicht zurückzubleiben.

Naturwelt und menschliche Zivilisation bleiben unvereinbar: Der Wunsch Rusalkas, an der Seite des Prinzen menschliches Glück zu erfahren, erfüllt sich ebenso wenig wie das romantische Verlangen des Prinzen nach der von ihm idealisierten, durch keine gesellschaftliche Einmischung beeinträchtigten Naturwelt.

Antonín Dvořáks 1901 in Prag uraufgeführtes lyrisches Märchen nimmt – so anrührend und pessimistisch sich seine Handlung auch ausnimmt – durch berückende Stimmungsmalerei, seinen Reichtum an farbigen Melodien und durch große dramatische Wirkungen für sich ein. Für die Gesangssolisten bieten sich darüber hinaus in allen Stimmfächern große, dankbare Aufgaben. Mit »Rusalka«, seiner mit Abstand erfolgreichsten Oper, gelang es dem musikalischen Meister der »Slawischen Tänze« und der Symphonie »Aus der neuen Welt« endlich auch seinen großen bühnendramatischen Impuls unter Beweis zu stellen.

Inszenierung

Die bildstarke, ganz und gar verzaubernde Inszenierung von Nadja Loschky (Bühne: Ulrich Leitner, Kostüme: Irina Spreckelmeyer), die in der Spielzeit 2018.19 zur Premiere kam, stellt – von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert – einen der ganz großen bisherigen Höhepunkte der StaatenHaus-Ära an der Oper Köln dar.

Constantin Trinks, der zu Beginn der Saison 2021.22 mit seinem Dirigat von Kaija Saariahos »L’amour de loin« nachhaltig beeindruckte, steht am Pult des Gürzenich-Orchesters.

 

»ER KENNT MEIN WESEN NICHT, SPÜRT MICH ALS WELLE NUR!«

Besetzung

Musikalische Leitung Constantin Trinks / Inszenierung Nadja Loschky / Bühne Ulrich Leitner / Kostüme Irina Spreckelmeyer / Licht Nicol Hungsberg / Chorleitung Rustam Samedov / Einstudierung Chor Bang-In Jung / Dramaturgie Yvonne Gebauer, Georg Kehren /