Kalender

November

MO DI MI DO FR SA SO
01
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
02 03
StaatenHaus Saal 3 / 15:15 - 15:35
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
StaatenHaus Saal 2 / 16:00 - 19:00
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
04 05 06
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
07
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
08
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
09
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
10
StaatenHaus Saal 1 / 18:00 - 21:00
Carmen
11 12 13 14
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
15 16
Schädelstatt im StaatenHaus / 20:00 - 21:00
Das Ensemble präsentiert sich
17
StaatenHaus Saal 1 / 18:00 - 21:00
Carmen
18 19 20
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
21 22 23
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
24
StaatenHaus Saal 3 / 17:15 - 17:35
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Hamlet
25 26 27
StaatenHaus Saal 3 / 18:45 - 19:05
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Hamlet
28
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
29
StaatenHaus / 16:00 - 17:30
Opernführung im StaatenHaus
StaatenHaus Saal 3 / 18:00 - 19:15
Siegfried für Kinder
30
StaatenHaus Saal 3 / 14:00 - 16:00
Advent in der Oper
StaatenHaus Saal 3 / 18:45 - 19:05
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Hamlet
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Mauricio Kagel

Mare Nostrum

Anlässlich des 10. Todestages von Mauricio Kagel
Text und Musik von Mauricio Kagel (1931 - 2008)

So /
Sep 18
StaatenHaus Saal 3 / 18:00 – 19:15 / Vorstellung / € 41,-

Inhalt

Mauricio Kagel, der aus Argentinien gebürtige und ab Ende der 1950er-Jahre in Köln ansässige Komponist, war ein gewitzter Revolutionär des Musiktheaters, der sich bis zuletzt den › fremden Blick‹ bewahrte – ironisch, scharfsinnig, philosophisch bewandert, mit einem sensiblen Gespür für gesellschaftsrelevante Themen. Mit diesem begnadeten Dialektiker der Moderne, dessen Name sich wesentlich mit den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und nicht zuletzt mit der Kölner Hochschule für Musik verbindet, wehte um die Zeit der 1968er-Bewegung eine frische, aufklärerische Brise in die traditionell besetzten, repertoire-verankerten Säle der großen ›Kulturbetriebs-Tanker‹ – jener Staatstheater und Opernhäuser, die er in seiner legendären szenischen Komposition »Staatstheater« dann auch schalkhaft zum Thema einer musiktheaterkritischen Auseinandersetzung machte. Ein unermüdlicher Erfinder, was die Entwicklung musikalischer Klangquellen und theatralisch-musikalischer Aktionen betraf, war Kagel für eben jenes Musiktheater des 20. Jahrhunderts, dem er den Begriff des ›instrumentalen Musiktheaters‹ hinzugewann, einer der einfalls- und einflussreichsten Köpfe.

Mit »Mare nostrum«, seinem kammermusikalisch dimensionierten, gewitzt subversiven Musiktheaterstück aus dem Jahr 1975, reflektiert Kagel nicht nur die Übel einer jahrhundertelangen Kolonialgeschichte, sondern auch die stereotypen Denkmuster einer eurozentrischen Sicht auf die Welt. Dafür bedient er sich mit satirischem Geschick des Mittels der Paradoxie. Er beleuchtet – mit einem Bariton und einem Countertenor als Erzählerstimmen – das Thema Kolonialismus, aber gewissermaßen unter umgekehrten Vorzeichen: Ein Stamm aus Amazonien begibt sich auf Eroberungstour, entdeckt und ›befriedet‹ den Mittelmeerraum, um den dortigen Anwohnern – mit ihren Müllbergen, ihrer Naturzerstörung und unverantwortlichen Ressourcenverschwendung – in bester missionarischer Absicht ›amazonischen‹ Glauben, eine andere Denkweise und neue Werte angedeihen zu lassen.

Der junge französische Dirigent Arnaud Arbet, der an der Oper Köln bereits mit der musikalischen Erarbeitung von Wolfgang Rihms »Die Eroberung von Mexico« betraut war, übernimmt bei dieser erstmaligen Aufführung von »Mare nostrum« an der Oper Köln die musikalische Leitung. Regie bei dem heiter-abgründigen Zivilisationsspiel führt Valentin Schwarz, der aktuelle Gewinner des renommierten ›Ring Award Graz‹.

»In die Nacht verlieren die Weißen ihre Farbe.« (Sprecher)

Besetzung

Musikalische Leitung Arnaud Arbet / Inszenierung Valentin Schwarz / Bühne Valentin Schwarz / Mitarbeit Bühne Stella Lennert / Kostüme Astrid Eisenberger / Licht Nicol Hungsberg / Dramaturgie Tanja Fasching, Georg Kehren /

Contratenor
Sprecher/Bariton