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30
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Cäcilia Wolkenburg »Napoleon en Kölle«
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© Paul Leclaire
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© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire
© Paul Leclaire

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte

Eine deutsche Oper in zwei Aufzügen
Libretto von Emanuel Schikaneder
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Szenische Einrichtung nach einer Konzeption von Michael Hampe
in deutscher Sprache

Mi /
Jun 22
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 – 22:40 / Vorstellung / Einheitspreis 25 €

Inhalt

»Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht!«: Mozarts große Oper im Gewande des Singspiels, »Die Zauberflöte«, steht in der Inszenierung von Michael Hampe, dem ehemaligen Intendanten des Hauses, wieder auf dem Spielplan der Oper Köln. In der immer wieder faszinierenden Geschichte werden ›gedankenschwere geistige‹ Themen wie Menschenerziehung, geistige Reifung und Prüfung, männerbündisches Sektierertum, das Übernehmen von Verantwortung und der maßvolle Umgang mit Macht abgehandelt, und zugleich kommt sie so theaterwirksam ›leicht‹ daher, dass es für Alt und Jung seit jeher eine wahre Freude ist.Der Komponist Mozart hat es auf unnachahmliche Weise verstanden, der buntscheckigen Handlung einen höheren musikalischen Sinn zu geben: Die volksliedhaften Arien des Papageno (»Der Vogelfänger bin ich ja«) stehen neben den erhabenen Chorszenen (»Es siegte die Stärke«), und nie klang eine Arie trauriger und aussichtloser als im Falle der sich von ihrem Geliebten verlassen wähnenden Pamina (»Ach ich fühl’s, es ist verschwunden«). Die Zauberwirkung der Musik steht im Zentrum der eigentlichen Botschaft: In den Instrumenten der Zauberflöte und des Glockenspiels versinnbildlicht sich die Macht der Musik, mit der sich die Welt verändern lässt, und die auch dann Wunder wirken kann, wenn die Gesellschaft eine Krisenzeit durchläuft.In den Gegensätzen vom Reich der Sonne und nächtlicher Welt, von Feuer und Wasser, von Rache (Königin der Nacht) und elitärem Gutmenschentum (Sarastro und die Priesterschaft), von hehr-tugendhaften Figuren (Tamino, Pamina) und fröhlich-volkstümlichem Personal (Papageno, Papagena) ist Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Oper ein großes Märchen, das interpretatorisch zu vielen Deutungen einlädt.

Inszenierung

Michael Hampe: „Natürlich kann man die politischen Implikationen der damaligen Zeit nicht unmittelbar auf unsere Zeit übertragen. Aber man kann das Hauptanliegen dieses Werkes herausstellen, das die große Utopie des ganzen 18. Jahrhunderts beinhaltet, die auch heute noch ungebrochen gültig ist: Dass Macht und Gerechtigkeit vereinigt seien. Dass ›geprüfte, gerechte Fürsten‹ die Macht ausüben. Vor dem Hintergrund der heutigen politischen Weltlage wird man die aktuelle Bedeutung dieser Utopie kaum in Frage stellen können. Die Utopie, dass der Macht die Gerechtigkeit hinzugefügt werde, setzt natürlich ein allgemeines Bewusstsein für die Idee von ›Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit‹ voraus, also eine fortschrittliche, sich weithin unter den Menschen verbreitete Kraft – im Dienste der Aufklärung. Die Freimaurer in Mozarts Wien vertraten im Grunde die Ideale der Französischen Revolution – ›Liberté, Egalité, Fraternité‹ - aber evolutionär, ohne Guillotine sozusagen, und diese Ideale haben Mozart und Schikaneder auf die Bühne gebracht.“

Michael Hampe: „Am ehesten würde ich mir wünschen, dass es uns mit Mozart als Schutzpatron auch in dieser corona-bedingten Version der »Zauberflöte« gelingt, die erste Regel des Theaters zu erfüllen, die da lautet: ›Triff das Publikum mitten ins Herz!‹“

(Auszug aus einem Interview, das Chefdramaturg Georg Kehren mit Prof. Michael Hampe anlässlich der Neuproduktion 2020.21 für das Programmheft »Die Zauberflöte« führte.)

»Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht«

Besetzung

Szenische Einrichtung Michael Hampe / Bühne & Kostüme German Droghetti † / Adaption Bühne & Kostüm Darko Petrovic / Licht Andreas Grüter / Video Thomas Reimer / Chor Rustam Samedov / Dramaturgie Tanja Fasching /

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