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Wolfgang Amadeus Mozart

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Aufzügen
Text von Johann Gottlieb Stephanie d.J.
nach einem Bühnenstück von Christoph Friedrich Bretzner
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
in einer von Kai Anne Schuhmacher und Rainer Mühlbach für die Oper Köln eingerichteten Fassung

Sa /
Jun 20
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 – 22:30 / Vorstellung / € 41,-
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Inhalt

Bei einem Überfall auf Belmontes Schiff fielen dessen Verlobte Konstanze, deren Dienerin Blonde sowie Belmontes Diener Pedrillo, Blondes Verlobter, in die Hände von Seeräubern. Bassa Selim kaufte die drei auf einem Sklavenmarkt und lässt sie in seinem Serail gefangen halten. Belmonte will die Gefangenen befreien …

» – künftigen Montag werden wir die Erste Probe machen. – Ich freu mich recht auf diese oper, das muss ich ihnen gestehen.« (Mozart an seinen Vater Leopold)

Mozart hatte sich 1781, 25-jährig, aus den Diensten des Fürsterzbischofs Colloredo befreit und war nach Wien gegangen, um sich hier – in sicherer Distanz zum väterlichen Salzburg – eine eigene Existenz aufzubauen. »Salzburg ist der Bettelort, der Ort der Untätigkeit, des Verlusts; Wien ist der beste Ort, der Ort möglicher Arbeit, möglichen Glücks.« (Mozart an Vater Leopold). Er bemühte sich, sozusagen als freischaffender Künstler, um Anstellungen, Konzerte, Schüler und Opern- Kompositionsaufträge – ein damals höchst riskantes, weil finanziell ziemlich aussichtsloses Unterfangen. So kam ihm die Theaterreform von Kaiser Joseph II., der das Burgtheater zum Deutschen Nationaltheater umformen ließ und ein (deutschsprachiges) »National-Singspiel« verlangte, gerade recht: Das Singspiel »Die Entführung aus dem Serail« wurde am 16. Juli 1782 mit großem Erfolg am Burgtheater uraufgeführt und bedeutete für Mozart den Durchbruch als Opernkomponist. Mozart genoss den außerordentlichen Erfolg: »die leute, kann ich sagen sind recht Närrisch auf diese oper. es thut einem doch wohl wenn man solchen beyfall erhält.«

Doch woher kam Mozarts unwiderstehliche Wirkungskraft? Mozart, genauer Beobachter seines Umfelds, stellte nicht Figuren dar, die zeigen, warum sie und wie sie sind. Ihm ging es um Zwischenmenschliches, darum, Menschen in ihrer Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit zu erfassen, das aus ihrer jeweiligen Persönlichkeit resultierende Handeln zu Charakter und Vorgeschichte der agierenden Personen in Beziehung zu stellen – und das Ergebnis in die Sprache der Musik zu übersetzen.

»Was aller Welt unmöglich scheint, wird durch die Liebe doch vereint.«
BELMONTE, 3. Aufzug

Besetzung

Musikalische Leitung Rainer Mühlbach / Inszenierung Kai Anne Schuhmacher / Bühne Dominique Wiesbauer / Kostüme Valerie Hirschmann / Licht Nicol Hungsberg /

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