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November

MO DI MI DO FR SA SO
01
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
02 03
StaatenHaus Saal 3 / 15:15 - 15:35
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
StaatenHaus Saal 2 / 16:00 - 19:00
Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)
04 05 06
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
07
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
08
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
09
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 - 21:00
Get-Together
10
StaatenHaus Saal 1 / 18:00 - 21:00
Carmen
11 12 13 14
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
15 16
Schädelstatt im StaatenHaus / 20:00 - 21:00
Das Ensemble präsentiert sich
17
StaatenHaus Saal 1 / 18:00 - 21:00
Carmen
18 19 20
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
21 22 23
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
24
StaatenHaus Saal 3 / 17:15 - 17:35
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 - 21:00
Hamlet
25 26 27
StaatenHaus Saal 3 / 18:45 - 19:05
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Hamlet
28
StaatenHaus Saal 1 / 19:30 - 22:30
Carmen
29
StaatenHaus / 16:00 - 17:30
Opernführung im StaatenHaus
StaatenHaus Saal 3 / 18:00 - 19:15
Siegfried für Kinder
30
StaatenHaus Saal 3 / 14:00 - 16:00
Advent in der Oper
StaatenHaus Saal 3 / 18:45 - 19:05
Hamlet
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 - 22:30
Hamlet
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Jacques Offenbach

Barkouf ou un chien au pouvoir (oder ein Hund an der Macht)

Opéra-comique in drei Akten
Libretto von Eugène Scribe und Henry Boisseaux
Musik von Jacques Offenbach (1819 - 1880)
Koproduktion mit der Opéra national du Rhin Strasbourg
Deutsche Erstaufführung anlässlich des 200. Geburtstages von Jacques Offenbach
in französischer Sprache mit deutschen Dialogen und Übertiteln

So /
Okt 19 Zu dieser Veranstaltung findet eine Begleitveranstaltung statt.
StaatenHaus Saal 2 / 16:00 – 19:00 / Vorstellung / 15 € - 93 €

Begleitveranstaltung

Mit Kurzeinführung in Saal 3 ab 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Inhalt

Ein Hund an der Macht! Satire? Realität? Bei Jacques Offenbach, dem genialen Provokateur, darf man gerne das eine für das andere nehmen. In »Barkouf ou un chien au pouvoir« jedenfalls lässt er einen ganzen Staat nach dem Gebell eines Hundes tanzen.

Dieser Staat – wenn auch im Orient angesiedelt, mit Großmogul, Großwesir und einem Handlungsort namens Lahore – wies zur Zeit der Uraufführung viele Parallelen zum Paris des Zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III auf, und die Ausgangssituation der Handlung vermittelt sich geradezu revolutionär:

Da setzt ein Willkürherrscher, weil sämtliche vorige Regierungschefs aufgrund ihrer offensichtlichen Unfähigkeit von der Bevölkerung aus dem Fenster gestürzt worden sind, kurzerhand einen Hund als regierenden Vizekönig ein. Das Bellen des Vierbeiners wird von seinem ehemaligen ›Frauchen‹, der Blumenverkäuferin Maïma, übersetzt, und so kommt es – welch eine Überraschung! – bald zu Steuersenkungen, zur Abschaffung der Todesstrafe, zu Amnestien für mit der ›Hunde- Dolmetscherin‹ befreundete Anarchisten und zu weiteren Eingriffen, die zunächst einmal tierisch populär rüberkommen. Fazit: Wenn schon alle politischen Entscheidungsträger inkompetent oder korrupt sind, ist der Hund einer Blumenverkäuferin immer noch die bessere Alternative!

Die opéra bouffe »Barkouf ou un chien au pouvoir« beansprucht innerhalb des Gesamtwerks von Jacques Offenbach schon deshalb eine Sonderstellung, weil es sich bei ihr um seine erste Auftragsarbeit für die ehrwürdige Opéra Comique handelte. Eine spezifische Berühmtheit als subversiver Erneuerer des Musiktheaters genoss der zu diesem Zeitpunkt 40-Jährige in der französischen Hauptstadt bereits durch seine Aufführungen an den von ihm begründeten Bouffes Parisiens. Nun sollte sich, auch in der Zusammenarbeit mit dem literarischen Alt-Meister Eugène Scribe als Librettisten, seine Erfolgsserie sozusagen auf ›Staatstheater-Ebene‹ fortsetzen. Doch die Intrigenküche brodelte: Zensurdruck, persönliche Animositäten und Diven- Krieg, außerdem Unverständnis von Seiten der Kritiker ließen dem Werk keine Chance.

Auch Hector Berlioz zählte zu den Verächtern dieser hündischen Persiflage und wollte in dem hübsch frechen Werk einen ihm nicht genehmen »Wind, der durch Deutschland weht« wahrgenommen haben.

Nach der Uraufführung am 24. Dezember 1860 folgten nur wenige Vorstellungen, danach war die Luft raus, der Kläffer mausetot, und die an musikalischen Einfällen so reiche »Barkouf«-Partitur verschwand spurlos in Manuskriptstapeln an unerreichbaren Orten – scheinbar für immer der Vergessenheit anheim gegeben.

Auf abenteuerlichen Wegen, mit Akribie und einer Besessenheit, die auf wahrer Leidenschaft basiert, ist es dem Offenbach-Spezialisten Jean-Christophe Keck jüngst sensationell gelungen, »Barkouf« wieder ans Tageslicht zu befördern.

Und nun, vor kaum weniger brisanten politischen Hintergründen als zur Uraufführungszeit, darf der Hund Barkouf – den man übrigens nie zu Gesicht bekommt, sondern nur hört – wieder bellen! Bei der Koproduktion der Oper Köln mit der Opéra du Rhin handelt es sich um die erste Aufführung seit der Uraufführungsserie vor 158 Jahren.

Inszenierung

Für die viel gefragte französische Regisseurin Mariame Clément ist diese Deutsche Erstaufführung nach Mozarts »Die Zauberflöte« 2014.15 ihre zweite Produktion an der Oper Köln.

»Mit Lachen und Gesang, möchte ich, dass man meine gute Regentschaft lobpreisen soll.«
Der Grossmogul, I. Akt

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Soltesz / Inszenierung Mariame Clément / Bühne & Kostüme Julia Hansen / Licht Nicol Hungsberg / Choreografie Mathieu Guilhaumon / Chorleitung Rustam Samedov / Dramaturgie Georg Kehren, Jean-Luc Vincent /

Bababeck
Der Großmogul
Saëb, Offizier
Kaliboul, Eunuch
Xaïloum, Geliebter der Balkis
Maïma, junges Blumenmädchen
Balkis, Orangenhändlerin
Périzade, Tochter von Bababeck
Tänzerinnen
Tänzer

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