absence#2-deconstruction of space

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Okt 21
StaatenHaus Saal 3 / 19:30 – 21:00 / Vorstellung / SP
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Inhalt

STÜCKENTWICKLUNG ILONA PÁSZTHY IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM ENSEMBLE / CHOREOGRAFIE ILONA PÁSZTHY / TANZ ENSEMBLE VON IPTANZ / SPECIAL PERFORMANCE-GUEST RAPHAELA KULA / LIVE-MUSIK Zsolt Varga (H) / CHRISTOPH SCHUMACHER (D) / VIDEOINSTALLATION SABRINA BRÜCKNER / BÜHNE UND SZENOGRAFISCHES KONZEPT MIEGL / LICHT MARCO WEHSPANN / KOSTÜME MARGIT KOCH / PRODUKTIONSLEITUNG UND KOMMUNIKATION JOSEFINE PFÜTZE (AUS DER REIHE) / DISTRIBUTION ANIKA BENDEL

Eine Produktion von IPtanz, koproduziert mit der Oper Köln und dem Kulturamt der Stadt Köln. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NordrheinWestfalen. Unterstützt durch Barnes Crossing – Freiraum für TanzPerformanceKunst im Kunstzentrum Wachsfabrik.

Der französische Philosoph Michel Foucault sprach von Ländern ohne Orte und Geschichte, welche als Utopien in den Köpfen der Menschen entstehen – in den Zwischenräumen zwischen ihren Worten, am ortlosen Ort ihrer Träume. Was passiert nun aber, wenn der performende Körper sich im Bühnenobjekt in seiner eigenen Utopie wiederfindet; die Videobilder die Zuschauer*innen in diese Räume hineinziehen, um sich dort zu verlieren?

2020 begann die Kölner Kompanie »IPtanz« um die Choreografin Ilona Pászthy mit ihrer Reihe »absence« über das Verschwinden von Aspekten unseres Lebens. »absence#2« blickt auf den Menschen und sein Verhältnis zum ›verschwindenden‹ Raum, auf Reflexionen über Phantasien im visionären Raum, Topografien vom vergessenen Raum und Erinnerungsräume ... In der individuellen Wahrnehmung kann Raumempfinden sehr verschieden sein – immer abhängig von den äußeren Gegebenheiten, in denen sich die jeweilige Person bewegt. Gesellschaftliche Mechanismen von Rassismus, Flucht oder Krieg als ›messbares‹ Verschwinden eines Raumes spielen ebenso eine Rolle wie die vom Einzelnen als bedrohlich und nicht definierbar wahrgenommene Realität.

Mathematisch betrachtet ist der Raum lediglich eine abstrakte oder konkrete Struktur, beispielsweise die binäre Darstellung virtueller Räume, die andererseits in der Gegenwart einen immer größeren Platz einnimmt und unsere Wahrnehmung, unsere Rezeption wie auch Beziehungen verändert.

»absence#2« ist eine choreografische, fiktive Annäherung an Themen, die ein solches »Verschwinden des Raumes« auslösen können und was dies für die Gesellschaft bedeuten könnte. Eine schichtweise Betrachtung von Mensch und Raum, von Angst, Traum, Fülle und Leere. Projektionen, Bühnenobjekte und Livemusik weben die Tänzer- und Performer*innen in ein Spiel mit der Illusion, kreieren sich ständig wandelnde Räume, die sich ins Unendliche öffnen, verzerren und wieder auflösen können, die die begrenzte Oberfläche des Objektes umgestalten und der Kraft des realen Raumes entheben.

Ein interaktives Audience-Development-Format vor den Vorstellungen und eine Ausstellung, die Einblicke in den künstlerischen Entstehungsprozess bietet, eröffnen interessierten Zuschauer*innen ergänzend zur Bühnenperformance spielerisch einen sinnlichen Erfahrungsraum und bieten die Möglichkeit, Neugier und Wahrnehmung neu zu formulieren.

 

Besetzung

Bühne Tama Ruß / Kostüme Margit Koch / Licht Marko Wehrspann /

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