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Carl Maria von Weber

Oberon

Libretto von James Planché nach Christoph Martin Wieland
Musik von Carl Maria von Weber (1786 - 1826)
konzertante Aufführung

Sa /
Mär 17
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 – 22:30 / Oper konzertant / 12 € - 69 €

Inhalt

Die zwischen mittelalterlichem Orient und Okzident angesiedelte Feenoper, die Carl Maria von Weber 1826 für Covent Garden komponierte, geht textlich auf den Aufklärer Christoph Martin Wieland zurück. Ausgehend von einem Konflikt zwischen dem Feenkönig Oberon und seiner Gemahlin Titania entspinnt sich eine höchst wechselvolle Geschichte, in der sich ein Liebespaar – der fränkische Ritter Hüon und die Kalifentochter Rezia – in seiner Liebe bewähren muss: Dabei hat es viele Gefahren zu bestehen, darunter Schiffbruch und Sklaverei, aber auch die Unwägbarkeiten einer Welt, in der verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Zauberische Elemente und das Wirken des Kobolds Puck lassen die abenteuerlichen Geschehnisse, die sich zwischen dem Feenreich Oberons, dem Frankenreich Karls des Großen, dem Kalifat des Harun al Raschid in Bagdad und im Garten des Emirs von Tunis abspielen, als einen bunten Reigen, angesiedelt zwischen Ritterdrama und Tausendundeiner Nacht, aufscheinen.

Besondere Bedeutung – für Handlung wie Musik – kommt dabei dem Naturelement Ozean zu, der gleichermaßen Glücksverheißung wie Lebensgefahr symbolisiert und dem Komponisten die Möglichkeit zur Schaffung unterschiedlichster Atmosphären bietet. Besondere Bekanntheit erlangte in diesem Kontext die Ozean-Arie der Rezia.

Mit seinem »Freischütz« wurde Carl Maria von Weber zum Repräsentanten der deutschen Nationaloper. Neuerdings erfahren auch seine nachfolgenden romantischen Bühnenwerke, »Oberon« und »Euryanthe«, verstärkte Beachtung und ermöglichen einen differenzierteren Blick auf die Bedeutung dieses Früh-Vollendeten. 

Inszenierung

Mit der Feenoper »Oberon« (1826) wurde am 18. Mai 1957 der Nachkriegs-Neubau der Kölner Oper am Offenbachplatz in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer feierlich eröffnet, unter anderem mit der kurzfristig eingesprungenen jungen Starsopranistin Leonie Rysanek in der Rolle der Rezia. Die Herausstellung dieses fast nie gespielten Werks als große Eröffnungsoper erwies sich damals als Fehlgriff, die Produktion wurde zum veritablen Flop – insbesondere die szenische Komponente ließ Wünsche offen. Es darf als lohnende Herausforderung gelten, nun – exakt 60 Jahre später – in einer konzertanten Version die besondere musikalische Qualität dieser Oper herauszustellen.

»Arabien, mein Heimatland, du Land so teuer mir ...«
(Fatime, III. Akt)

Besetzung

Musikalische Leitung Christoph Poppen / Chorleitung Andrew Ollivant /

Oberon, König der Elfen
Rezia, Tochter des Harun al Raschid
Fatime, deren Sklavin
Hüon von Bordeaux
Scherasmin, sein Knappe
Erzähler

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