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Gioacchino Rossini

Mosè in Egitto

Azione tragico-sacra in drei Akten
Libretto von Andrea Leone Tottola
Musik von Gioacchino Rossini (1792 - 1868)
Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen

Fr /
Apr 18 Zu dieser Veranstaltung findet eine Begleitveranstaltung statt.
StaatenHaus Saal 3 / 19:00 – 19:15 / Einführung

Begleitveranstaltung

Mit Kurzeinführung in Saal 3 ab 40 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Inhalt

Rossinis azione tragico­sacra »Mosè in Egitto«, die den biblischen Stoff von der Befreiung der Hebräer aus der ägyptischen Gefangenschaft auf die Bühne bringt, wird nicht nur handlungsmäßig, sondern auch in der musikalischen Struktur vom Gegensatz »gottgefällige Hebräer – heidnische Ägypter« bestimmt.

Die Hebräer unter ihrem Anführer Mosè sehnen die Rückkehr ins Gelobte Land herbei, sehen sich diesbezüglich aber vom ägyptischen Pharao, der ihnen bereits die Freilassung in Aussicht gestellt hatte, immer wieder hingehalten. Ursächlich für die schwankende Haltung des Herrschers sind Clan-­Intrigen. Der entschiedenste Gegner der Befreiung ist der Pharaonensohn Osiride. Dieser wird von rein privaten Motiven geleitet, ist er doch heimlich mit der Hebräerin Elcia vermählt und will sie nicht verlieren. Die Pharaonengattin Amaltea hingegen entpuppt sich als Anhängerin Mosès. Die Natur als Indikator einer höheren Gerechtigkeit zeigt sich den Heb­räern zugeneigt: Mosè vermag durch Anrufung Gottes und das Schwingen seines Stabes Naturkatastrophen zu beenden oder herbeizuführen. Prinz Osiride wird schließlich, als er sich gegen Mosè stellt, vom Blitz erschlagen. Das große Finale zeigt, wie sich das Rote Meer vor den Hebräern auftut und ihnen so die Heimkehr ins Gelobte Land ermöglicht. Die Ägypter hingegen ertrinken in den Fluten.

»Mosè in Egitto«, uraufgeführt im März 1818 im Teatro San Carlo in Neapel, war Rossinis zweite Oper nach einem biblischen Sujet. Zu diesem Zeitpunkt war der 26-­Jährige bereits mit Opern wie »Tancredi«, »L’italiana in Algeri«, »Il turco in Italia«, »Il barbiere di Siviglia« und »La Cenerentola« hervorgetreten. Mit der Uraufführung des »Mosè« am San Carlo-­Opernhaus nahm man eine während der Napoleonischen Herrschaft kurzzeitig zum Erliegen gekommene Tradition wieder auf, die Aufführungen nach biblischen Motiven vorsah. Einer der ergreifendsten musikalischen Momente der Oper ist das Gebet der Hebräer »Dal tuo stellato soglio« am Ufer des Roten Meers, unmittelbar bevor sich das Meer vor ihnen teilt.

Inszenierung

Der britische Dirigent David Parry ist ein ausgewiesener Spezialist auf dem Felde der Opern Rossinis und Donizettis. Die niederländische Regisseurin Lotte de Beer entwickelt gemeinsam mit Ausstatter Christof Hetzer und dem Theaterkollektiv Hotel Modern eine szenische Version, die auch das Figurentheater zum Bestandteil des Spiels werden lässt.

»Befreie Israel, sonst bist du ohne Rettung!« (Mosè, II. AKT)

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