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November

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Dark Matter
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Die Walküre für Kinder
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Dark Matter
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StaatenHaus Saal 3 / 18:00 - 19:15
Die Walküre für Kinder
04
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Die Walküre für Kinder
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Salome
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Salome
05 06 07
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Salome
08 09
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Die Walküre für Kinder
10
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Salome
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Salome
11
12 13 14
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Die Walküre für Kinder
15
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Die Walküre für Kinder
16
StaatenHaus Saal 3 / 11:30 - 12:45
Die Walküre für Kinder
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Salome
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17
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Die Walküre für Kinder
18
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Salome
19 20 21
Schädelstatt im StaatenHaus / 20:00 - 22:00
Edith Mathis und Rafael Fingerlos
22
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Die Walküre für Kinder
23
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Die Walküre für Kinder
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Opernführung im StaatenHaus
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Die Walküre für Kinder
25
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Peter Grimes
29 30
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Peter Grimes
StaatenHaus Saal 1 / 19:00 - 22:00
Peter Grimes
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Mauricio Kagel

Mare Nostrum

Anlässlich des 10. Todestages von Mauricio Kagel
Text und Musik von Mauricio Kagel (1931 - 2008)

So /
Sep 18
StaatenHaus Saal 3 / 18:00 – 19:15 / Vorstellung / € 41,-

Inhalt

Mauricio Kagel, der aus Argentinien gebürtige und ab Ende der 1950er-Jahre in Köln ansässige Komponist, war ein gewitzter Revolutionär des Musiktheaters, der sich bis zuletzt den › fremden Blick‹ bewahrte – ironisch, scharfsinnig, philosophisch bewandert, mit einem sensiblen Gespür für gesellschaftsrelevante Themen. Mit diesem begnadeten Dialektiker der Moderne, dessen Name sich wesentlich mit den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und nicht zuletzt mit der Kölner Hochschule für Musik verbindet, wehte um die Zeit der 1968er-Bewegung eine frische, aufklärerische Brise in die traditionell besetzten, repertoire-verankerten Säle der großen ›Kulturbetriebs-Tanker‹ – jener Staatstheater und Opernhäuser, die er in seiner legendären szenischen Komposition »Staatstheater« dann auch schalkhaft zum Thema einer musiktheaterkritischen Auseinandersetzung machte. Ein unermüdlicher Erfinder, was die Entwicklung musikalischer Klangquellen und theatralisch-musikalischer Aktionen betraf, war Kagel für eben jenes Musiktheater des 20. Jahrhunderts, dem er den Begriff des ›instrumentalen Musiktheaters‹ hinzugewann, einer der einfalls- und einflussreichsten Köpfe.

Mit »Mare nostrum«, seinem kammermusikalisch dimensionierten, gewitzt subversiven Musiktheaterstück aus dem Jahr 1975, reflektiert Kagel nicht nur die Übel einer jahrhundertelangen Kolonialgeschichte, sondern auch die stereotypen Denkmuster einer eurozentrischen Sicht auf die Welt. Dafür bedient er sich mit satirischem Geschick des Mittels der Paradoxie. Er beleuchtet – mit einem Bariton und einem Countertenor als Erzählerstimmen – das Thema Kolonialismus, aber gewissermaßen unter umgekehrten Vorzeichen: Ein Stamm aus Amazonien begibt sich auf Eroberungstour, entdeckt und ›befriedet‹ den Mittelmeerraum, um den dortigen Anwohnern – mit ihren Müllbergen, ihrer Naturzerstörung und unverantwortlichen Ressourcenverschwendung – in bester missionarischer Absicht ›amazonischen‹ Glauben, eine andere Denkweise und neue Werte angedeihen zu lassen.

Der junge französische Dirigent Arnaud Arbet, der an der Oper Köln bereits mit der musikalischen Erarbeitung von Wolfgang Rihms »Die Eroberung von Mexico« betraut war, übernimmt bei dieser erstmaligen Aufführung von »Mare nostrum« an der Oper Köln die musikalische Leitung. Regie bei dem heiter-abgründigen Zivilisationsspiel führt Valentin Schwarz, der aktuelle Gewinner des renommierten ›Ring Award Graz‹.

»In die Nacht verlieren die Weißen ihre Farbe.« (Sprecher)

Besetzung

Musikalische Leitung Arnaud Arbet / Inszenierung Valentin Schwarz / Bühne Valentin Schwarz / Mitarbeit Bühne Stella Lennert / Kostüme Astrid Eisenberger / Licht Nicol Hungsberg / Dramaturgie Tanja Fasching, Georg Kehren /

Contratenor
Sprecher/Bariton

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