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Franz Schreker

Die Gezeichneten

Oper in drei Akten
Libretto nach »Hidalla« von Frank Wedekind
mit Kurzeinführung

So /
Jul 17
StaatenHaus Saal 2 / 18:00 – 21:15 / Wiederaufnahme / 12 € - 69 €

Inhalt

Der genuesische Edelmann Alviano macht sich aufgrund seiner Hässlichkeit keine Hoffnung auf Liebe. Carlotta, die künstlerisch ambitionierte Tochter des Bürgermeisters von Genua, fühlt sich von ihm angezogen und möchte seine »schöne Seele« malen. Alviano versteht dieses Interesse an seiner Person falsch und wähnt sich ernsthaft geliebt. Als Carlotta dem moralisch haltlosen Verführer Tamare verfällt und an dieser Beziehung zugrunde geht, tötet Alviano den Rivalen und wird wahnsinnig.

Franz Schrekers in der Zeit der Renaissance spielende, 1918 in Frankfurt uraufgeführte Oper »Die Gezeichneten« ist musikalisch dem Expressionismus verpflichtet. Im Zentrum des Geschehens, in dem auf fesselnd bildhafte Weise der Themenkomplex »Liebe und Kunst« reflektiert wird, steht mit dem missgestalteten Außenseiter Alviano ein sogenannter »Gezeichneter«.

Inszenierung

Das digitale Programmheft zu »Die Gezeichneten« finden Sie hier.

Die Kölner Erstaufführung der »Gezeichneten« fand im Jahr 1920 statt, gefolgt von Aufführungen weiterer Opern des Komponisten Franz Schreker, der mit seinen tiefenpsychologisch angelegten und emotional aufwühlenden Musikdramen in dieser Zeit zu den meistbeachteten Komponisten auf deutschen Opernbühnen zählte. Von den Nationalsozialisten mit Aufführungsverbot belegt, geriet sein Werk über mehrere Jahrzehnte in Vergessenheit, bevor in den vergangenen Jahren eine Wiederentdeckung seiner opulenten musiktheatralischen Schätze einsetzte.

Patrick Kinmonth, der an der Oper Köln gemeinsam mit Robert Carsen Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« realisierte und hier in der Folge mit »Madama Butterfly« und »Solaris« eigene Arbeiten ablegte, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich, die im April 2013 Premiere an der Oper Köln feierte. Freuen Sie sich auf eine erlesene Besetzung, u. a. mit Gast-Stars wie Anna Gabler, Marco Jentzsch, Bo Skovhus und Oliver Zwarg. Am Pult des Gürzenich-Orchesters steht Maestro Stefan Soltesz.

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Soltesz / Inszenierung, Bühne & Kostüme Patrick Kinmonth / Co-Kostüme & Co-Bühne Darko Petrovic / Licht Andreas Grüter / Dramaturgie Georg Kehren / Chorleitung Andrew Ollivant / Choreografische Mitarbeit Athol Farmer /

Herzog Antoniotto Adorno
Graf Vitelozzo Tamare
Lodovico Nardi, Podestà
Carlotta Nardi, seine Tochter
Alviano Salvago, genuesischer Edelmann
Guidobaldo Usodimare, Edler
Menaldo Negroni, Edler
Michelotto Cibo, Edler
Gonsalvo Fieschi, Edler
Julian Pinelli, Edler
Paolo Calvi, Edler
Der Capitaneo di giustizia
Ginevra Scotti
Martuccia, Haushälterin
Pietro, ein Bravo
Ein Jüngling
Ein Mädchen
1. Senator / 1. Bürger
2. Senator / 2. Bürger / riesiger Bürger
3. Senator / 3. Bürger