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Viktor Ullmann

Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung

Spiel in einem Akt von Peter Kien
Musik von Viktor Ullmann (1898 - 1944)

Di /
Mär 18
Außenspielstätte am Offenbachplatz / 19:30 – 20:30 / Vorstellung / € 41,-

Inhalt

»Ich habe in Theresienstadt ziemlich viel neue Musik geschrieben ...« (Viktor Ullmann)

Kaiser Overall verkündet, dass »alle gegen alle« Krieg führen sollen. Der Tod findet sich verhöhnt, zerbricht sein Schwert und beschließt, von nun an niemanden mehr sterben zu lassen, um der Menschheit eine Lehre zu erteilen. Die Waffen schweigen, da man einander nicht mehr totschießen kann. Ein Soldat und ein Soldatenmädchen begegnen sich wieder als Menschen – in Liebe und zu Mitleid fähig. Im Kaiserpalast beschwört der Harlekin Kindheitserinnerungen des Kaisers herauf, der daraufhin dem Wahnsinn verfällt. Der Tod verspricht dem Kaiser Erlösung von dem Leiden: Die Rückkehr des Todes – wenn der Kaiser als erster zu sterben bereit ist. Der Kaiser akzeptiert.

»Der Kaiser von Atlantis« beschreibt die Überwindung der Todesangst und den daraus entstehenden Mut, sich der Unterdrückung, der Gehorsamspflicht und dem Machtanspruch eines Tyrannen zu widersetzen. Die Liebe als wichtigster Wert – geradezu als Grundprinzip der Menschlichkeit – verlangt selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Handeln.

Viktor Ullmann wurde 1898 in Teschen (Österreich-­Ungarn) geboren, war als Soldat im Ersten Weltkrieg u. a. in der Isonzoschlacht, begann in Wien Jus und Komposition bei Arnold Schönberg zu studieren, war unter Alexander von Zemlinsky Kapellmeister am Prager Neuen deutschen Theater, Kapellmeister am Schauspielhaus Zürich und betrieb eine anthroposophische Buchhandlung in Stuttgart, bevor er 1933 vor den Nazis nach Prag floh, wo er sich als Musikkritiker und Komponist eine neue Existenz aufbauen konnte. Im September 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert, am 18. Oktober 1944 in Auschwitz umgebracht.

Allen Entbehrungen im Ghetto Theresienstadt zum Trotz entwickelten sich breit gefächerte kulturelle Aktivitäten – ein Versuch, unter den grauenhaften Lebens­bedingungen Würde, die eigene Identität und Hoffnung zu bewahren. Ullmann organisierte im Lager Musikveranstaltungen und komponierte: Aus seinen beiden letzten Lebensjahren haben sich 33 Werke, zum Teil fragmentarisch, erhalten, dar­ unter als bedeutendstes Werk »Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod­Verweigerung«. Die Oper entstand 1943, Librettist war Peter Kien, der ebenfalls 1944 in Auschwitz ermordet wurde.

»Die Seelen nehmen kann nur ich!« (Der Tod, 1. Bild)

Besetzung

Musikalische Leitung Rainer Mühlbach / Inszenierung Eike Ecker / Bühne & Kostüme Darko Petrovic / Licht Andreas Grüter / Bewegungschoreografie Athol Farmer / Dramaturgie Tanja Fasching /

Kaiser Overall
Der Lautsprecher / Der Tod
Harlekin
Ein Soldat
Bubikopf, ein Soldat
Der Trommler

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