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Carl Orff

Carmina Burana

Weltliche Gesänge für Soli und Chor
Lateinische und deutsche Lieder aus der "Carmina Burana"
(Lieder aus der Benediktbeuern Handschrift)
Musik von Carl Orff (1895 - 1982)

Sa /
Dez 17
StaatenHaus Saal 2 / 19:30 – 20:30 / Vorstellung / 12 € - 61 €

Inhalt

»Nicht die vielfachen Übertragungen ins Deutsche, nicht die Diesseitigkeit und unverwüst- liche Lebensstimmung dieser Lieder hatte es Ihnen angetan, sondern ihre äußere Form und Klanglichkeit, die Magie des mittelalterlichen Leierkasten-Lateins, die ... ausgeprägte Rhythmik und die klingenden Endreime einer biegsamen und vokalgesättigten Sprache.« (Michael Hofmann)

Carl Orff hatte in einem Würzburger Antiquariatskatalog einen Titel gefunden, der ihn mit »magischer Gewalt« anzog: »Carmina Burana, Lateinische und deutsche Lieder und Gedichte aus einer Handschrift des XIII. Jahrhunderts aus Benedikt­beuern, hrsg. v. J. A. Schmeller«. Die umfangreiche Handschrift umfasst moralische und Spottgesänge, Liebeslieder, Trink­ und Spielerlieder sowie zwei geistliche Theaterstücke. Um der Fülle der Texte Herr zu werden, wendete sich Orff an seinen Freund Michael Hofmann, einen leidenschaftlichen Lateiner. In intensiver Zu­sammenarbeit wählten sie 24 Texte aus und fügten sie zu einem blühenden Reigen lebensfroher Bilder, Stimmungen und Gefühle zusammen.

Den Werkteilen gab Orff die Überschriften »Primo vere«, »Uf dem Anger«, »In Taberna«, »Cour d’amours« und »Blanzi or et Helena«, die von Schicksalstrotz, Frühlings­ und Tanzlust, Spielfreude, Essen und Trinken, Liebesglück und Lebens­mut erzählen. Eine Klammer bildet der düster­kraftvolle Chor »O Fortuna«, der zeigt, wie sehr der Mensch dem »Rad des Schicksals« ausgeliefert ist. Die »Carmina Burana« haben keine Handlung im eigentlichen Sinn, es gibt keine Individuen, sondern Typen, die ihre Rolle spielen. Und dennoch haben die Lebenslust, Erfah­ rungen, Sehnsüchte und Sorgen der mittelalterlichen Mädchen und Burschen, der Liebenden und Abenteurer, der Spieler und Trinker auch heute noch ihre Gültigkeit.

Inszenierung

Andreas Grüter, seit 2010 Leiter der Beleuchtung an der Oper Köln, ist regelmäßig als Lightdesigner u. a. am Theater an der Wien, dem La Monnaie Brüssel und bei den Bayreuther Festspielen zu Gast und wird mit seiner »Choreografie« das Licht zu einem wesentlichen ästhetischen Bestandteil des Abends machen.

»O Fortuna! Wie der Mond so veränderlich ...« (Chor)

Besetzung

Musikalische Leitung Leo Hussain / Chorleitung Andrew Ollivant /