Martin Muehle

Vita

Der deutsch-brasilianische Tenor Martin Muehle wurde in Porto Alegre in Basilien geboren und studierte an der Musikhochschule Lübeck. Für seine stimmlichen Fähigkeiten und seine dramatische Intensität bei der Interpretation der anspruchsvollsten Tenorpartien wird Martin Muehle auf internationaler Ebene große Wertschätzung zuteil. Von 2013 bis 2015 war er Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim, wo man ihn u. a. als Hagenbach in Catalanis »La Wally«, Faust in Berlioz’ »La damnation de Faust«, Gabriele Adorno in Verdis »Simon Boccanegra«, in mehreren Puccini-Partien wie zum Beispiel Calaf in »Turandot« und Pinkerton in »Madama Butterfly«, außerdem als Don José (»Carmen«) und in der Titelrolle der Neuproduktion von Verdis »Stiffelio« erleben konnte.
Zuletzt feierte er große Erfolge u. a. als Paolo in Zandonais »Francesca da Rimini« am Theater Freiburg (inklusive CD-Produktion), als Don José in Bizets »Carmen« am Theater St. Gallen, Stadttheater Bern und 2017 bei den Bregenzer Festspielen, als Radamès in Verdis »Aida« beim St. Margarethen Opera Festival, als Arrigo in Verdis »I Vespri Siciliani« am Theater Freiburg und als Andrea Chénier an der Deutschen Oper Berlin.
Im Konzertbereich liegt sein Repertoire-Schwerpunkt auf Werken der Romantik, zuletzt interpretierte er u. a. Beethovens 9. Sinfonie und Gustav Mahlers »Das Lied von der Erde«. Gastspiele führten Martin Muehle außerdem an Häuser wie die Opéra Bastille Paris, die Oper Leipzig, das Teatro Massimo Palermo, das Teatro Municipal do Rio de Janeiro, das Théâtre du Capitole Toulouse, das Nationaltheater Zagreb, die Amazonas Oper Manaus und das Teatro Municipal São Paulo, wo er in Partien wie Cavaradossi (»Tosca«), Lohengrin, Pollione (»Norma«), Andrea Chénier, Alfonso (»Violanta«) und Guido Bardi (»Die florentinische Tragödie«) zu beeindrucken wusste. Mit der Partie des Calaf in der Neuproduktion von Puccinis »Turandot« unter der Regie von Lydia Steier gab Martin Muehle 2017 sein Hausdebüt an der Oper Köln.
In der Spielzeit 2017.18 sang er u. a. Maurizio in »Adriana Lecouvreur« in Palermo, Manrico in »Il trovatore« am Konzert Theater Bern, Don José in »Carmen« bei den Bregenzer Festspielen und am Nationaltheater Prag. Zudem sang er Pollione in »Norma« und die Titelpartie in »Lohengrin« am Theater St. Gallen, Radames in »Aida« in St. Margarethen, Faust in »Mefistofele« und Arriga in »I vespri siciliani« in Freiburg, Des Grieux in »Manon Lescaut« in São Paolo sowie am Nationaltheater Mannheim, Hagenbach in »La Wally«, Faust in »Fausts Verdammnis«, Gabriele Adorno in »Simon Boccanegra« und als Solist in »Das Lied von der Erde«.
In der Spielzeit 2018.19 war erneut als Calaf in »Turandot« an der Oper Köln zu sehen, ebenso wie an der Deutschen Oper Berlin. Außerdem verkörperte er in seinem Hausdebüt an der Seattle Opera Manrico in »Il trovatore«, Don José in »Carmen« am Bolshoi Theater und Hamburgischen Staatstheater, die Titelpartie von »Andrea Chénier« u. a. an der Deutschen Oper Berlin, in Modena, Parma und Prag, sowie Canio in »Pagliacci« in Palermo, Radames in »Aida« und Don José in »Carmen« an der Arena di Verona.

 

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