Achim Freyer

Vita

Achim Freyer
Bühnen-, Kostümbildner, Regisseur und Maler

Achim Freyer ist Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner. Er studierte Malerei und Grafik, bevor er sich dem Theater zuwandte. Schauspielinszenierungen entstanden am Berliner Schloßpark- und Schillertheater, am Berliner Ensemble (u. a. »Hamlet« 2000) sowie am Burgtheater Wien (u. a. die Theatertrilogie »Metamorphosen des Ovid« 1987, »Woyzeck« 1989, »Phaeton« 1991, »Der Diener zweier Herren« 1997 und die Uraufführung »Die Eingeborene« 1999).
Operninszenierungen führten ihn u. a. nach München, Basel, Amsterdam, Wien, Berlin, Paris und Salzburg. Zu seinen Arbeiten im Musiktheater zählen u.a. Webers »Der Freischütz« in Stuttgart, Glucks » Orfeo ed Euridice« an der Deutschen Oper Berlin und Rossinis »La Cenerentola« an der Wiener Volksoper. Weitere Regiearbeiten waren Mozarts »Don Giovanni« in Venedig welche auch bei den Schwetzinger Festspielen, in Straßburg, Lissabon und Montpellier gezeigt wurde sowie Monteverdis »L'Orfeo« und Schumanns »Genoveva«. Er inszenierte 1982 in Hamburg Mozarts »Die Zauberflöte«, eine hoch gelobte Inszenierung, die ebenfalls in Wien (1991), bei den Salzburger Festspiele (1997) und den Schwetzinger Festspiele (2002) sowie an der Opéra National du Rhin in Straßburg gezeigt wurde.
Für seine Inszenierung von »Turandot/Perséphone« 1994 in Venedig wurde er mit dem italienischen Kritikerpreis für die beste Inszenierung des Jahres ausgezeichnet.
2002 erfolgte sein USA-Debüt mit einer überarbeiteten szenischen Realisierung der h-Moll-Messe an der Los Angeles Opera. Weitere Arbeiten sind Richard Strauss' »Salome« (Deutsche Oper Berlin, 2003) und Hector Berlioz' »La Damnation de Faust« (als Koproduktion der Los Angeles Opera und der Opera Narodowa, Warschau, 2003) sowie »Ariodante« von Händel.
In Achim Freyers Schaffen nehmen Musiktheater-Uraufführungen einen großen Raum ein, u. a. die Philip-Glass-Trilogie in Stuttgart, »Echnaton« (1984), »Einstein on the Beach« (1988), »Das Mädchen mit den Schwefelhölzern« von Helmut Lachenmann an der Hamburgischen Staatsoper (1997) und »Alice in Wonderland« (2007, Musik Unsuk Chin).
Achim Freyer erhielt 1999 den Theaterpreis des ITI (Internationales Theater Institut) und die Goldmedaille für seine Retrospektive zur Quadriennale Prag. 2007 erhielt Achim Freyer den Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis.
1988 gründete er das Freyer-Ensemble, entwickelte mit ihnen eine vollkommen eigenständige Theatersprache und realisierte zahlreiche eigene Stücke.
Zu den Projekten der letzten Jahre zählen u.a. die Inszenierungen von »Die Zauberflöte« in Dresden, »Don Giovanni« in Wien, » Il barbiere di Siviglia« und »Hänsel und Gretel« in Berlin,
»Der Freischütz« in Stuttgart, »La traviata« in Mannheim und »Fidelio« am Théâtres de la Ville de Luxembourg.

 

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